Erst Mitte Juli dieses Jahres haben die beiden Künstler Jutta Brandt-Stracke und Reiner Stracke H. Wohnsitz und Atelier nach Dülken verlegt. Die Entscheidung, der Landeshauptstadt nach 41 Jahren Dülken vorzuziehen, ist von beiden sehr bewusst und mit Begeisterung für Dülken erfolgt. „ Ich kannte das Städtchen schon durch eine Zusammenarbeit mit Dülkener Künstlern vor 10 Jahren und wusste, dass wir hier Atmosphäre, Umfeld und Möglichkeiten vorfinden werden, die genau unseren Bedürfnissen entsprechen“ so Brandt-Stracke. Dass sich allerdings dermaßen offene Arme für die beiden Neubürger ergeben würden, damit hatten sie nicht gerechnet und sind erfreut und dankbar über das Angebot von Konzept 48/11 auf der Langestraße, ihre Arbeit in einer zweiwöchigen Ausstellung präsentieren zu dürfen.Jutta Brandt-Stracke, die seit ihrer Kindheit malt, hat sich seit 2005 hauptberuflich ganz der Kunst verschrieben. Auch in der Zeit davor hatte sie eigene Ateliers und stellte intensiv aus. Durch gezielte Fortbildungen bei namhaften Künstlern schärft sie fortwährend ihr handwerkliches Können. Einen Höhepunkt stellt für sie die Aufnahme in die Meisterklasse des Dürener Kunstpreisträgers Herb Schiffer 2011 dar, den sie als Dozent an der Internationalen Kunstakademie Heimbach kennenlernte. Sie hat sich einem dem magischen Realismus zuzuordnenden Malstil verschrieben, den sie immer wieder durch experimentale Gestaltungselemente auffrischt. Der Betrachter sieht sich einer Bildwelt gegenüber, in der alles bekannt zu sein scheint und dennoch wieder nicht. „Mein Hauptimpuls ist der Traum und das Unbewusste“ verrät die Künstlerin.Auch Reiner Stracke H. hat für sich stets künstlerische Ausdrucksformen gesucht, allerdings bis vor 2 Jahren nebenberuflich. Seitdem intensiviert er die kreative Auseinandersetzung mit dem Lebensthema Veränderung und deren Akzeptanz. Ihm haben sich zwei Wege der Umsetzung eröffnet. Zum einen entdeckte er das Arbeiten mit Rost, Eisen und Kupfer, die häufig auch in dreidimensionale Assemblagen, Reliefs und Raumobjekte eingearbeitet werden. Ausgangspunkt dafür sind nicht selten Fundstücke von seinen Wanderungen. „Sie lassen sich von mir finden, weil ich sie aus einem bestimmten Lebensgefühl heraus wahrnehme“, erklärt der Künstler. Ein zweiter kreativer Weg führte ihn zur Fotografie, wo er seine Begeisterung für die Ästhetik von Details in der Natur und im Alltag auslebt.Die Ausstellung ist vom 28.9. – 13.10.2019 zu sehen. Die Vernissage findet am 28.9. zwischen 15 und 21 Uhr statt. Ansonsten ist sie samstags von 14 – 18 Uhr und sonntags von12 -18 Uhr geöffnet. Die Künstler sind immer anwesend und freuen sich auf viele Gespräche und neue Bekanntschaften.