Seit einer Woche beschäftigen uns in der Kirchengemeinde und im ganzen Land nun schon die Änderungen in unserem Gemeindealltag, aber auch die Änderungen in unserem je persönlichen Leben.

Gerade als die kleine Gemeinde, die wir sind, aber mit der großen Verantwortung, die wir für unsere Gemeindeglieder und Mitarbeiter*innen und großen und kleinen Besucher*innen haben, waren die letzten Tage von vielen organisatorischen Fragen geprägt.

Nun hoffen wir, dass wir als Gemeindeleitung und Kreative der Gemeinde uns langsam auf die ungewohnte Situation eingestellt haben – und neue Wege finden können für das, was unser eigentlicher Auftrag als Gemeinde ist: Für die Menschen da zu sein und Gottes Hoffnung zu den Menschen zu bringen.

Mit diesen Gedanken sind wir nicht allein. Andere denken vor, denken mit – und wir nehmen mit Freude und Interesse die Gedanken auf.

Zwei gute Ideen möchte ich ihnen an dieser Stelle schon einmal ans Herz legen. Eine aus einer evangelischen, eine aus katholischen Ideenschmiede – doch beide Ideen haben die Konfessionsgrenzen schon weit überwunden.

Wahrscheinlich waren Sie so begeistert wie ich, als Sie die Lieder gegen die Einsamkeit aus Italien im TV gesehen haben: von einem Balkon zum anderen, von einem Fenster zum anderen, stimmen die Menschen gemeinsam in Lieder ein. Diese Idee gibt es nun seit zwei Tagen auch in Deutschland: Um 19:00 Uhr (zum Glockenleuten) stimmen die Menschen das bekannte AbendliedDer Mond ist aufgegangen“ an – Hunderttausende singen schon mit. Vielleicht auch Sie?

Liedtext: Der Mond ist aufgegangen

Eine andere Idee – auch um 19:00 Uhr (vielleicht möchten Sie es miteinander verbinden) – ist es eine Kerze ins Fenster zu stellen und das Vater Unser zu beten. Eine Gebetskette, die das Land durchwebt, eine Kerzenkette, die Licht in unsere Straße bringt.

Kerze im Fenster

Ein drittes Angebot steht in unserer Gemeinde auch bereit: sollten Sie nicht mehr einkaufen gehen können oder sonstige Hilfe brauchen, sind wir gerne bereit, dort Kontakte zwischen ihnen und anderen Gemeindeglieder zu vermitteln, rufen Sie unter 02162 / 44 29 an. Auch unsere Seelsorger stehen ihnen gerne zu Gesprächen bereit.