Pfarrerin Dr. Barbara Schwahn wurde bei der Wahlsynode Anfang Juli in Viersen zur Superintendentin gewählt. Sie setzte sich im ersten Wahlgang gegen ihre zwei Mitbewerber durch. Sie ist die erste hauptamtliche Superintendentin des Evangelischen Kirchenkreises Krefeld-Viersen.

Schwahn ist noch Skriba des Kirchenkreises Düsseldorf, also zweite Stellvertreterin des Superintendenten. Sie arbeitet als Leiterin der Abteilung Seelsorge in ihrem Kirchenkreis und – mit einem Viertel Stellenanteil – als Gemeindepfarrerin der Evangelischen Kirchengemeinde Düsseldorf-Eller. Seit 2015 ist sie zudem nebenamtliches Mitglied der rheinischen Kirchenleitung.

Bei ihrer Vorstellung vor der Synode in ihrem Vortrag zum Thema „Wie können wir in Zukunft gut Kirche sein?“ betonte sie, welche Vielfalt vorhanden sei an Gemeinden und Gebäuden, mit einem Angebot, das es nirgends sonst gebe. „Wir müssen überlegen, was macht uns Freude, was begeistert uns“, erklärte die 54Jährige. „Nur das, wovon wir begeistert sind, zieht andere an.“ Auch wenn Kirche kleiner werde, mische sie doch weiter mit in Kommunen, in der Stadt, in der Gesellschaft. „Mut zur Lücke und zum Setzen von Schwerpunkten“, sei da wichtig. Wie das organisiert werde, stehe auf einem anderen Blatt. Glauben leben und andere damit anstiften. „Warum nicht einmal weniger machen und mehr vom Heiligen Geist erwarten“, fragte Schwahn.

Ihre Einführung ist für den 13. September in der Friedenskirche Krefeld geplant.

Sie ist Nachfolgerin von Superintendent a.D. Burkhard Kamphausen, der Ende Juni aus gesundheitlichen Gründen in Ruhestand ging. Kamphausen war über zehn Jahre Superintendent von Krefeld-Viersen.

 

Foto + Text: Bettina Furchheim