Am 19. Oktober 2018 öffnet Das Große Haus ab 19:00 Uhr seine Pforten für eine bemerkenswerte
Ausstellung des Fotografen Andreas Bach. Zu sehen sein werden Bilder, die auf den ersten Blick die
weniger schönen bis verstörenden Seiten Dülkens zeigen, auf den zweiten Blick jedoch die
facettenreiche Identität der Stadt dokumentieren – kurz: das andere Dülken. Viele Ansichten werden
dem Betrachter bekannt sein – doch rücken sie durch das Auge des Fotografen in einen neuen
faszinierenden Blickwinkel. Bachs Fotografien sind über einen Zeitraum von vielen Jahren entstanden
und wurden noch nie öffentlich präsentiert.
Die Ausstellung bietet eine direkte Überleitung zum eigentlichen Anlass des Abends. Ab 20:00 Uhr lädt
Ulf Schroeders zur zweiten Runde einer Reihe von Podiumsdiskussionen, geleitet von WDR-Moderator
Dieter Könnes, ein. Der Abend unter dem Motto „Spielplatz gesucht“ knüpft an eine Diskussionsrunde
vom Mai dieses Jahres mit dem Titel „Perspektivwechsel – Dülken wohin“ an. Wie auch schon beim
vorausgegangenen Bürgeraustausch, bei dem bewusst das Fragezeichen hinter dem Aufhänger
„Perspektivwechsel – Dülken wohin“ weggelassen wurde, wird auch bei der kommenden
Diskussionsrunde kein Ziel vorformuliert. Das Ziel soll auch in diesem Falle nicht der Weg, sondern der
Dialog sein.
Am 19. Oktober wird es darum gehen, gemeinsam mit jungen Menschen im Alter von 16 – 26 Jahren in den
Dialog zu treten. Angesprochen sind jedoch nicht nur Jugendliche mit der Postleitzahl 41751 im
Personalausweis, sondern jeder, der sich in irgendeiner Weise mit der Stadt Dülken verbunden fühlt.
Das kann der Brüggener Schüler sein, der eines unserer beiden Gymnasien besucht, die Süchtelnerin,
die für den TC Dülken den Tennisschläger schwingt, oder aber auch der Kölner Student, der während
der Woche zwischen Dom und Narrenmühle pendelt.
Im ersten Teil der Diskussion soll im direkten Austausch mit der Jugend, darüber debattiert werden, wie
sie ihre Stadt erleben. Gibt es Identifikation mit ihrem „Kiez“? Wenn ja, in welcher Form? Wenn nicht,
was kann der Weg sein, Identifikation zu schaffen? Ist Dülken nur der schnuckelige, vielleicht aber auch
triste und langweilige Heimathafen, oder ist unsere Stadt auch spannend, facettenreich… gar sexy?
Wie schon die Fotografien von Andreas Bach, soll auch die Podiumsdiskussion dazu ermutigen, Dülken
einmal aus einem anderen Blickwinkel zu betrachten. Es soll Freiraum geschaffen werden für neue
Ideen, Impulse und vermeintliche Utopien, denen man mit gemeinschaftlichem Input vielleicht sogar zur
Realität verhelfen kann (?!).
Diese Frage läutet nun den zweiten Teil der Podiumsdiskussion ein. In Gruppen (Schülergruppen,
Sportvereine, etc.) soll erörtert werden, ob ein generelles Interesse der jungen Leute besteht, sich an
einem Projekt zu beteiligen, das ihnen nicht nur die Möglichkeit zur Repräsentation und
Selbstdarstellung, sondern auch Kommunikation und Interaktion bietet. Hört sich langweilig an? Ist es
aber nicht! Wie der Titel der Diskussionsrunde „Spielplatz gesucht“ bereits initiiert, sind die
Jugendlichen hier eingeladen ihre Fantasie Purzelbäume schlagen zu lassen. Frisch, mäßig fromm und
fröhlich frei soll miteinander in Dialog getreten werden, in welcher Form Interesse besteht, öffentlichen
Raum zu erobern und sich mit einem Projekt sichtbar zu machen. Braucht der „Kiez“ vielleicht dringend
ein Fleckchen für Urban Gardening? Oder doch eher einen Raum für ein innovatives Musik-Projekt?
Vielleicht sogar eine eigene Radiostation? Die kreativen Köpfe sollen so lange qualmen, bis es
schließlich heißt: Habemus Spielplatz!
Neben den Jugendlichen und den einzelnen Vertretern der Schulen und Sportvereine, werden u.a.
folgende Personen an der Veranstaltung teilnehmen:
Dieter Könnes (WDR) – Moderation
Sabine Anemüller – Bürgermeisterin
Harald Droste – Stadtentwickler
Prof. Dr. Johannes Busmann – Bergische Universität Wuppertal